PMS im Alltag

Das prämenstruelle Syndrom mit seinen unzähligen unterschiedlichen psychischen und körperlichen Beschwerden betrifft sehr viele Frauen im gebärfähigen Alter. Die eine Frau leidet mehr darunter, die andere weniger. Wie sehr das PMS den Alltag beeinflusst, hängt natürlich auch von der Intensität und der Art der Beschwerden ab. So können leichtes Brustspannen, ein aufgeblähter Bauch, leichte Wassereinlagerungen und Kopfschmerzen zwar unangenehm sein, haben jedoch kaum Einfluss auf den Alltag mit Partner, Familie und Beruf. Aber sicher fühlen sich auch diese Betroffenen unwohl und sehnen sich ihre Regelblutung herbei, mit der die Beschwerden dann wieder für einige Wochen ein Ende haben.

Deutlich schwieriger gestaltet sich der Alltag einer PMS-Patientin allerdings, wenn sie unter massiven Hitzewallungen, starken Migräneattacken, schweren Kreislaufstörungen oder sogar Ohnmachtsanfällen leiden. Vor allem aber die vielen unterschiedlichen psychischen Symptome des prämenstruellen Syndroms sind es, die den Alltag für eine PMS-Betroffene zur Herausforderung machen können. Frauen, die in den „Tagen vor den Tagen“ zu Depressionen neigen, besonders reizbar oder aggressiv sind, die sich antriebslos fühlen und unter Stimmungsschwankungen leiden oder aus heiterem Himmel heulen könnten, für die wird PMS zur Last im Alltag.

Gerade Frauen mit der schweren Form der PMS, die kurz PMDS genannt wird, können in den Tagen vor Einsetzen ihrer Regelblutung den Haushalt nicht mehr erledigen und auch nur schwer ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Sie sind äußerst reizbar ihren Kindern gegenüber und ein falsches Wort des Partners kann zu einem Heulkrampf führen. Genauso schwierig ist es aber auch für den Partner oder die Familie, wenn die betroffene PMS-Patientin in ein tiefes Loch fällt und sich zu Hause einigelt. Spätestens dann muss eine ärztliche Behandlung erfolgen.

Leichtere Formen von PMS können durch naturheilkundliche Methoden, die richtige Ernährung, Vitamine, Heilkräuter und spezielle essentielle Fettsäuren und ausreichend Bewegung an der frischen Luft gelindert werden. In jedem Fall verändert sich der Alltag der PMS-Patientin, zumindest an den Beschwerdetagen. Frauen, die aktiv etwas gegen ihre Erkrankung tun möchten, sollten ihre Ernährung umstellen und sich ausreichend bewegen. Die Ernährungsumstellung erfordert natürlich Disziplin und Konsequenz. Ein einmaliges gesundes Essen wird die Beschwerden des PMS nicht wegzaubern können.

Auf der Website www.praemenstruelles-syndrom.com erhält man viele Anregungen zur Ernährungsumstellung und die Ergebnisse diesbezüglich durchgeführter Studien. Derartige Websites zeigen den betroffenen Frauen, dass es sich nicht um irgendwelche „Zickereien“ handelt, wenn sie sich in den Tagen vor ihrer Regelblutung anders fühlen als sonst. Denn leider ist es heutzutage immer noch so, dass viele Partner die Beschwerden der Frau nicht ernst nehmen und als Spinnerei abtun. Gerade dies ist aber nicht förderlich für die Behandlung des Beschwerdekomplexes eines prämenstruellen Syndroms. Je offener mit der Krankheit umgegangen und je aktiver etwas dagegen unternommen wird, desto lebenswerter wird das Leben – auch mit PMS – wieder!

Folsäure in der Schwangerschaft schützt das Ungeborene

Schwangeren wird die zusätzliche Einnahme von Folsäure empfohlen. Auch wenn eine Schwangerschaft noch nicht besteht, jedoch ein Kinderwunsch vorhanden ist, empfehlen Ärzte die Einnahme von Folsäure.

Folsäure bezeichnet man deshalb auch als Schwangerschaftsvitamin. Die Einnahme verringert das Risiko von Fehlbildungen bei dem Ungeborenen. Nicht umsonst empfiehlt auch die “Deutsche Gesellschaft für Ernährung” die Einnahme von Folsäure für Schwangere. Schließlich wird damit das Risiko eines Neuralrohrdefektes, auch offener Rücken genannt, um 20 bis 60 Prozent gemindert. Weil diese Art von Fehlbildung bereits in der Frühschwangerschaft auftreten kann und die Entwicklung des Neuralrohres in der 4. Embryonalwoche abgeschlossen ist, ist die Einnahme von Folsäure schon vor Beginn der Schwangerschaft wichtig.

Folsäure Bedarf

Folsäure gehört zu der Gruppe der wasserlöslichen B-Vitamine. Unser Körper kann dieses Vitamin-B nicht selbst herstellen, benötigt es aber für die Bildung von Blut, Erbsubstanzen sowie für die Zellteilung. Auch Wachstum und Entwicklung finden mithilfe von Folsäure statt.

Folsäure in Lebensmitteln

Folsäure ist in vielen Lebensmitteln enthalten, trotzdem leiden etwa 80 Prozent der Deutschen unter einem Mangel des B-Vitamins. Nicht nur Schwangere sind davon betroffen, sondern auch andere Frauen, Männer und Kinder. In Nahrungsmitteln findet man Folsäure unter anderem in Grünkohl, Spinat, Tomaten, Vollkornprodukten und Zitrusfrüchten. Viele Lebensmittel werden zusätzlich mit Folsäure angereichert, um die Versorgung mit dem wichtigen Nährstoff zu gewährleisten.

Folsäurebedarf in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft steigt der Folsäurebedarf um etwa das Doppelte an. Die tägliche empfohlene Dosis liegt dann bei etwa 600 bis 800 µg oder 0,6 bis 0,8 mg pro Tag. In den ersten zwölf Schwangerschaftswochen sollte die höhere Dosierung gewählt werden. Lag in einer vergangenen Schwangerschaft ein Neuralrohrdefekt vor, sollte eine individuelle Dosierung von einem Arzt festgelegt werden. Eventuell ist eine erheblich höhere Gabe von Folsäure notwendig. Schwangere sollten außerdem auf die Art der Einnahme achten. Wird ein Präparat in Tropfenform angeboten, kann Alkohol darin enthalten sein. Deshalb sind Präparate in Tabletten- oder Kapselform für Schwangere besser geeignet.

Burnout – ein häufig unterschätztes Problem und seine Folgen

Jeder Sechste leidet in Deutschland unter Burnout. Doch nach wie vor wird das Syndrom häufig unterschätzt, und viele Betroffene scheuen sich, einen Arzt oder Psychologen aufzusuchen.

Der Begriff Burnout beschreibt einen Zustand emotionaler Erschöpfung bei gleichzeitig reduzierter Leistungsfähigkeit. Es handelt sich jedoch nicht um eine Krankheit mit eindeutigen diagnostischen Kriterien, sondern um eine über einen längeren Zeitraum anhaltende Erschöpfung geistiger, emotionaler und körperlicher Natur. Fast jeder Sechste ist in der Bundesrepublik Deutschland davon betroffen (Stand Mai 2011).

Folgen des Burnout

Auf Dauer ist oft eine Arbeitsunfähigkeit der Betroffenen die Folge. So wird weltweit an jedem Arbeitstag alle vier Minuten ein Mensch aufgrund psychischer Probleme arbeitsunfähig. Im Jahr 2008 waren bei 42,2 Prozent aller Angestellten, die in dieser Zeit in Frührente gingen, psychische Schwierigkeiten, insbesondere Burnout, ausschlaggebend. Die Tendenz ist weiter steigend. Sehr verbreitet ist das Syndrom bei Angehörigen der helfenden Berufe wie Krankenschwestern, Altenpflegern, Rettungsassistenten und Sozialarbeitern, kommt aber auch in allen anderen Berufsgruppen vor. Eigenschaften wie Perfektionsstreben, extremer Ehrgeiz und ein labiles Selbstwertgefühl begünstigen das Ausbrechen des Syndroms.

Behandlung von Burnout

Wenn das Syndrom bereits ausgebrochen ist, wird es in der Regel mit einer Psychotherapie, gegebenenfalls in Kombination mit Medikamenten, behandelt. Viele Therapeuten betonen aber, dass nur eine Änderung der Lebensumstände, die zu dem Zustand des Betroffenen geführt haben, langfristigen Heilungserfolg verspricht. So sollten die Betroffenen den Mut aufbringen, auch einmal “Nein” zu sagen und Überengagement vermeiden, regelmäßige Mahlzeiten zu sich nehmen, ihrem Schlafbedürfnis nachgeben, Sport treiben, und – falls dies sinnvoll erscheint – den Arbeitsplatz wechseln. Gesunde Ernährung ist in diesem Zusammenhang hilfreich, sich dagegen mit zu strengen Diäten zu quälen, wird nicht empfohlen. Sehr wichtig sind nach den zu diesem Thema durchgeführten Studien außerdem klare Zielsetzungen. Die Ziele sollten sich allerdings im realistischen Rahmen bewegen.

PMS lindern mit essentiellen Fettsäuren

PMS, das prämenstruelle Syndrom, muss heutzutage keinesfalls mehr einfach so akzeptiert werden. Es ist als Krankheitskomplex anerkannt und kann durch verschiedenste Mittel und Maßnahmen behandelt werden. Da man inzwischen weiß, wie viele Frauen davon betroffen sind, werden regelmäßig Studien zum Thema Behandlung der PMS durchgeführt. Bei einer dieser Studien haben Wissenschaftler inzwischen herausgefunden, dass die Versorgung der betroffenen Frauen mit ausreichend essentiellen Fettsäuren die Beschwerden im Zusammenhang mit dem prämenstruellen Syndrom lindern können.

Ungesättigte Fettsäuren aus der Nahrung haben u.a. Einfluss auf die Hormonproduktion im Körper und können psychischen Erkrankungen wie z.B. Depressionen vorbeugen. Diese Tatsache macht man sich in der Behandlung der PMS zu Nutze. Denn genau die psychischen Symptome können Teil der PMS sein. Zudem vermutet man, dass die Entstehung der PMS mit dem nicht ausgeglichenen Hormonhaushalt der betroffenen Frauen zu tun hat.

Der Klassiker unter den Behandlungsmethoden des prämenstruellen Syndroms ist Mönchspfeffer. Vitex Agnus Castus ist der lateinische Name dieser Pflanze, die nicht nur gegen Symptome des PMS, sondern auch zur Steigerung der Fruchtbarkeit oder bei Wechseljahresbeschwerden seit Jahrhunderten verwendet wird. Jahrhundertelang aber mussten die Frauen auch mit unangenehmen Begleiterscheinungen wie der Verschiebung der Periode und Magenproblemen leben, wenn sie Mönchspfeffer genommen haben.

Frauen, die nun gerade unter den psychischen Symptomen einer PMS leiden, sollten als Behandlungsversuch somit gesteigerten Wert auf die essentiellen Fettsäuren legen. Zuvor muss man jedoch unterscheiden, welche verschiedenen Fettsäuren es gibt und in welcher Menge diese dem Körper zugeführt werden sollten. Die Omega-3-Fettsäuren sind wohl die bekanntesten Fettsäuren. Daneben gibt es aber auch die Omega-6-Fettsäure. Omega-3-Fettsäuren sind beispielsweise in Rapsöl oder Fisch (z.B. Lachs und Hering) enthalten, Omega-6-Fettsäuren finden sich ebenfalls im Öl, z.B. im Sonnenblumenöl. Omega-6-Fettsäuren enthält unsere Nahrung in der Regel mehr als genug, ein Mangel herrscht jedoch an Omega-3-Fettsäuren. Untersuchungen haben ergeben, dass Frauen, die unter PMS leiden, im Verhältnis zu viele Omega-6-Fettsäuren zu sich nehmen. Omega-6-Fettsäuren sollten im Verhältnis 2:1 bis höchstens 5:1 zu Omega-3-Fettsäuren über die Nahrung aufgenommen werden.

Frauen, die unter PMS leiden, sollten daher besonders auf ihre Ernährung achten. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass nicht alle Öle erhitzt werden dürfen, da sonst ihre wertvollen Fettsäuren zerstört werden. Einige Öle können lediglich für die kalte Zubereitung, z.B. für Salatsoßen, verwendet werden. Ein Öl, das bestens zum Braten geeignet ist, ist z.B. das Kokosöl. Auch bei der Zubereitung von Fisch sollte man wissen, dass die für den Körper notwendigen Fettsäuren am besten bei einer möglichst schonenden Zubereitung erhalten bleiben. Wenn man diese Dinge nicht beachtet, so kann auch regelmäßiger Fischkonsum nicht dazu führen, dem Körper ausreichend Omega-3-Fettsäuren zuzuführen.

Wie bereits erwähnt, hat eine Studie ergeben, dass sich essentielle Fettsäuren auf das PMS auswirken. Sofern trotz Ernährungsumstellung keine wesentliche Besserung erreicht werden kann, können die essentiellen Fettsäuren auch durch Tabletten dem Körper zugeführt werden. Während der Studie bemerkten die meisten Frauen schon innerhalb eines Vierteljahres eine deutliche Besserung. Da Omega-6-Fettsäuren in der Regel ausreichend über die Nahrung aufgenommen werden, sollte das eingenommene Präparat besonders die wichtigen Omega-3-Fettsäuren enthalten.

Ginkgo – ein Baum mit unterschiedlichen Einsatzfeldern

Ginkgo wird in der asiatischen Medizin schon lange gegen eine Vielzahl von Krankheiten eingesetzt. Seit den 1970er Jahren hat dieses Naturheilmittel auch im westlichen Raum seine Einsatzbereiche gefunden.

Ursprung von Ginkgo

Der Ginkgo- oder Ginkobaum ist eine Baumart, deren Ursprung im heutigen China vermutet wird. Dieser Baum ist Jahrtausende alt, wurde aber erst Ende des 17. Jahrhunderts durch holländische Seefahrer nach Europa gebracht. Aufgrund seiner essbaren Samen wurde der Baum schon früh in Asien kultiviert und auch für medizinische Zwecke genutzt. Der Ginkgo ist ein Laubbaum, der bis zu 1.000 Jahre alt, 65 Meter hoch werden und einen Stammdurchmesser von vier Metern bekommen kann.

Nutzung von Ginkgo

Ginkgo wird in Asien immer noch als Nahrungspflanze gezüchtet. Der Kern des Samens wird gekocht oder geröstet und dann als Beilage zum Hauptgericht serviert. Häufig werden diese Nüsse auch geröstet und gesalzen als Knabberei gereicht. In übermäßigen Mengen kann der Verzehr der Kerne zu Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen führen. Die einzigen Bestandteile des Ginkgobaumes, die im europäischen Raum medizinisch genutzt werden, sind die Blätter. In der traditionellen chinesischen Medizin finden auch die Samen und die Wurzeln Verwendung.

Wirkung von Ginkgo

Es konnte nachgewiesen werden, dass Ginkgopräparate, die in westlichen Ländern eingesetzt werden, folgende Wirkungen aufweisen: Verbesserung der Gedächtnisleistung und der Durchblutung. Ginkgoextrakte schützen die Nervenbahnen und fördern die Neurotransmission. Aus diesem Grund wird dieses Naturheilmittel oft gegen hirnorganische Leistungsstörungen wie Demenz oder Konzentrationsschwierigkeiten eingesetzt. Außerdem können Durchblutungsstörungen, Schwindelgefühl und Tinnitus mit Ginkgopräparaten therapiert werden.In der traditionellen chinesischen Medizin werden Ginkgoblätter, -samen und -wurzeln gegen eine Vielzahl von körperlichen Beschwerden eingesetzt. Die Samen werden mit Wasser abgekocht, und der Sud soll dann bei Atemwegserkrankungen, Asthma, Blasenentzündungen oder Gonorrhoe helfen. Die Wurzeln des Baumes lassen sich ebenfalls abkochen und sollen gegen Menstruations- oder Magenschmerzen als Sud eingenommen werden.

Suchen
Archive